RNZ – Region Heidelberg vom 30.06.2016

Tradition traf auf Moderne

Erstes gemeinsames Konzert von Männerchor und „Joyful Voices“ – Sängerbund Germania feierte so das 115-jährige Bestehen

Von Sabine GeschwillRNZ30062016 Konzert 2

EPPELHEIM. Beim großen Chorkonzert anlässlich des 115-jährigen Bestehens des Sängerbundes Germania traf Tradition auf Moderne. Der traditionelle Männerchor und der moderne Chor „Joyful Voices“ gaben in der evangelischen Pauluskirche ihr erstes gemeinsames Konzert. „Summer in the City“ hatten die beiden Chöre als flottes Motto für diesen besonderen Konzertabend gewählt. Die Pauluskirche machte sich gut als Konzertsaal. Tolle Lichttechnik sorgte für eine traumhafte Atmosphäre und verzauberte die Besucher.

Die fröhliche und erwartungsvolle Stimmung im Gotteshaus wusste Chorsänger Michael Becker bestens aufzugreifen, indem er locker und unterhaltsam durch das Abendprogramm führte. Er rückte zunächst das Geburtskind, den vor 115 Jahren gegründeten Männerchor des Sängerbundes Germania, in den Mittelpunkt und erinnerte an deren glanzvolle Konzerte, Jubiläen und Feste, die in den zurückliegenden Jahrzehnten gefeiert werden konnten, aber auch an die Ausflüge und die unvergessenen Konzertreisen ins Ausland. „Und nach wie vor erfreuen sich die Sänger am gemeinsamen Singen und Musizieren“, betonte er.

Dies konnte das Publikum gleich selbst miterleben. Der Männerchor begann seinen Auftritt mit dem Choral „Sanctus“ von Friedrich Silcher, später stimmte er „Oh Gott, hör uns“ aus der orthodoxen russischen Liturgie an. Tenor Heinz Meisel wusste gekonnt eine musikalische Räubergeschichte vorzutragen. Meisterlich und punktgenau dirigierte Chorleiter Gerhard Knapp seine Chorsänger. Bei seinem zweiten Auftritt stimmte der Männerchor nun moderne Lieder an. Sie sangen „Vater Unser“ von Hanne Haller und Bernd Meinunger und das für Männerstimmen prädestinierte Stück „Dona Maria“ von Herivelto Martins. Mit dem Lied „Handwerkers Abendgebet“ von Franz Morgenrot und einem Tenor-Solo von Kurt Denk verabschiedete sich der Männerchor und überließ dem modernen Chor „Joyful Voices“ die Bühne in der Kirche.

Der Chor wurde im Jahre 2005 als Projektchor gegründet und hatte die Aufgabe, die Traditionschöre bei einem Musical-Konzert zu unterstützen. Doch die Sängerinnen und Sänger hatten so viel Spaß bei der Sache, dass sie weiterhin zusammen musizieren wollten. Nach der Projektchor-Phase wurden die „Joyful Voices“ ein eigenständiger Chor des Sängerbundes. Ihr Repertoire besteht hauptsächlich aus englischsprachigen Songs aus den Bereichen Pop-, Film- und Musicalmusik. Anfang des Jahres übernahm Kim Boyne die alleinige Leitung des Chores und reißt seither mit ihrer Leidenschaft für perfekten Klang und ihrer liebenswert sympathischen Art alle mit.

Der Chor begann mit dem One-Hit-Wonder von Bobby Hebb „Evening Rise“. Viele weitere Liedtitel, die für Gänsehautmomente sorgten und zum Träumen einluden, folgten. Dazu gehörte der Song „Das Beste“ von Silbermond, „Hallelujah“ von Leonard Cohen und natürlich „Summer in the City“ in der von Joe Cocker gesungenen Version. Die Begleitung der Joyful Voices am Klavier hatte Felicity Hotasina Sianipar übernommen. Das Lieblingslied des Chores – „Angels“ von Robbie Williams – durfte bei diesem Konzert nicht fehlen. Mitreißend zeigte sich der Abschluss mit einem Medley aus dem Musical Hair. Zusammen mit dem Männerchor stimmten die „Joyful Voices“ sehr gelungen und ergreifend die Lieder „Blowin in the Wind“ und „Möge die Straße uns zusammen führen“ an. Das Publikum hielt sich mit Applaus nicht zurück. Ganz zufällig hatten die Chöre eine kleine Zugabe vorbereitet: die Konzertgäste durften sich auf ein wunderschönes Beatles-Medley freuen. Eigens für dieses Konzert arrangiert hatten es Michael Seydel und Gerhard Knapp.

Foto: Unter der Leitung von Kim Boyne begeisterten sie auch bei gemeinsamer Sache: vorne die Stimmen der „Joyful Voices“, hinten der traditionelle Männerchor. Foto: Geschwill

RNZ – Region Heidelberg vom 01.06.2016

Premiere für gemeinsame Stimmgewalt 

Konzert des Sängerbundes Germania Eppelheim in der Arche – Konzert wird noch einmal aufgeführt

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NECKARGEMÜND. (nah) „Summer in the City“ hatten die Chöre des Sängerbundes Germania Eppelheim als Motto für ihr Konzert gewählt. Den Sommer wollten sie mit ihrem Gastspiel im Rahmen der Konzertreihe „Klangraum Arche“ musikalisch in das ökumenische Kirchengebäude tragen. Am Ende des Konzerts überraschten beide Chöre, der Männerchor und die „Joyful Voices“ vereint, mit einer Premiere und präsentierten nicht allein wegen der größeren Kraft der Stimmen ihren stärksten Auftritt des Abends.

Ganz in der Tradition des Repertoires der Männerchöre sieht sich der Männerchor unter der Leitung von Gerhard Knapp, der sehr homogen und versiert, eben wie ein gut eingespieltes Team agierte. Dass die Herren aber durchaus mit dem jüngeren Chor „Joyful Voices“ mithalten können, stellten sie am Ende unter Beweis. Bei „Die Antwortweiß ganz allein der Wind“ und dem „Beatles Medley“ zeigten sie sich selbst beim Singen in englischer Sprache sicher und bereicherten das Klangbild.

Mit Friedrich Silchers „Sanctus“ eröffnete der Männerchor den Abend und ließ gleich mit feinen dynamischen Nuancen im A-cappella-Gesang aufhorchen. Schöne Crescendi und akzentuierte Interpretation prägten den Vortrag. Der erzählende Stil, den manches Lied prägte, liegt dem Chor, wie zu hören war bei der altrussischen Klosterlegende „12 Räuber“ mit Solist Heinz Meisel, „Dona Maria“ von Herivelto Martins und „Handwerkers Abendgebet“ von Franz Morgenroth mit Solist Kurt Denk. Bei „O Gott, hör uns“ aus der orthodoxen Liturgie nach Bortniansky hätte der Männerchor noch ein bisschen an Intensität zulegen dürfen. Abwechselnd begleiteten auch Gerhard Knapp und Felicity Hotasina Sianipar die Chöre am Flügel.

Viel Klangpotenzial besonders in den hohen Stimmen haben die „Joyful Voices“ unter der Leitung von Kim Boyne. Aus ihrer Feder stammte auch das Werk „Earth“, das zu den stärksten Interpretationen des 2005 gegründeten Chors gehörte. Seelenvoll und durchdringend zeigten die Sängerinnen ihre Stärken auf. Ganz besonders liegen dem Chor gefühlvolle, ruhigere Stücke, so zu hören beim Native American Traditional „Evening Rise“, das ganz stark rüberkam. Als eigenständiger moderner Chor hat er sich inzwischen seinen Platz nebendem Traditionschor ersungen und in Kim Boyne, Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim, seine Chorleiterin gefunden. Sie arbeitet mit dem Chor an einem geschliffenen Ausdruck. Allerdings hatte der Chor mit der nicht ganz so idealen Akustik in der Arche zu kämpfen. Da trafen nicht alle Töne so zusammen, wie es dem Vortrag zu wünschen gewesen wäre. „Das Beste“ von Silbermond gehörte zum Repertoire, Robbie Williams’ „Angels“ und Leonard Cohens „Halleluja“. Ein bisschen mehr Bewegung,wie sie vereinzelt Chorsängerinnen zeigten oder ein immer einheitliches Fingerschnippen bei „Das Beste“, hätte den „Joyful Voices“ beiden temperamentvolleren Stücken gut getan, wenngleich es am Vortrag von „Summer in the City“ und „Aquarius/ Let the Sunshine in“ stimmlich nichts zu mäkeln gab.

Eben weil die Premiere, der gemeinsame Auftritt mit demMännerchor, so gut gelang, darf man auf weitere Kooperationen der beiden Chöre in Zukunft gespannt sein.

Das hörenswerte Konzert, das dem Publikum in der Arche sehr zusagte, wird noch einmal aufgeführt. Nämlich am Samstag, 25. Juni, um19 Uhr in der evangelischen Pauluskirche in Eppelheim.

Foto: Gemeinsam legten der Männerchor und „Joyful Voices“ den Auftritt des Abends hin. Foto: Alex

RNZ – Region Heidelberg vom 08.12.2015

Freudige Stimmen besangen die Elemente

Jubiläumskonzert „Elements“ der „Joyful Voices“ – Vom Projektchor zum Aushängeschild

Von Roland FinkRNZ 08122015

EPPELHEIM. Wenn die „Joyful Voices” zu einem Konzert einladen, ist bester Besuch immer garantiert. Und wenn sogar ein „Lokaltermin“ wiejüngst in der Eppelheimer St. Josephskirche ansteht, sind freie Plätze recht rar. Der Chor unter dem Dach des Sängerbundes Germania 1901 lebt und agiert seit zehn Jahren nach seinem englischen Motto: „Music was my first Love and it will be my last“ – frei übersetzt: „Musik war meine erste Liebe und wird es immer bleiben“.

Gegründet wurde das Ensemble im Jahr 2005, ursprünglich als Projektchor für ein Musical-Konzert zur Unterstützung der Traditionschöre des Sängerbundes. Doch die Sänger hatten so viel Spaß, dass sie weiterhin zusammen singen wollten und zum Aushängeschild wurden. Dieser Elan wurde mit dem Konzert unter dem Titel „Elements“ zur Genüge verdeutlicht.

Rhythmisch begann es mit „Colors of the Wind“. Züngelnd, glühend bis hin zu den alles verzehrenden Flammen ging es bei „Fire“, dem „Ring of Fire“ oder dem Adele-Titel „Set Fire to the Rain“ weiter. Chorleiterin Kim Boyne setzte Zeichen. Nicht nur beim Dirigieren, sondern auch durch ihre Umsetzungen, Transkriptionen und Kompositionen zu jedem der vier Elemente. Das wurde vom Chor mit Schwung und Choreografie aufgenommen. „Alles zusammen ergibt ein kompaktes Ganzes der Elemente, es ist ein Stück des Zusammenwirkens des Universums“, so war es bei diesem Jubiläumskonzert zu hören. Ohne Luft keine Stimme, ohne Stimme keine Lieder. Und ohne die Chorleiter Reiner Wagner und Christian Jungblut keine so erfolgreiche Sangestruppe.

Der „Earth Song“ von Michael Jackson wurde genauso hervorragend vorgetragen wie „Loch Lomond“ als schottische Volksweise. Gut gewählt waren diese Stücke zur Beschreibung der Erdelemente, gut gewählt auch der Zeitpunkt des Auftritts. Und die „Joyful Voices“ waren bestens vorbereitet, sodass es ein großer Konzertabend wurde.

Foto: In der St. Josephskirche besang der „Joyful Voices“-Chor die vier Elemente mit ausgewählten Stücken. Foto: Fink

Germania-Chor „joyful voices“:Musikalische Soiree von Chor und Solisten in der Josephskirche begeistert die Zuhörer
Von unserer MitarbeiterinSabine Geschwill

EPPELHEIM. Die vielen Fans des Germania-Chores „joyful voices“ kamen in der Josephskirche voll und ganz auf ihre Kosten. Die musikalische Soiree war einfach himmlisch. Unter dem Motto „Hits & Spirits fast wie im Himmel“ hatte der 2005 gegründete Chor sein Repertoire von zumeist englischsprachiger Gospels, Pop- und Musicalmelodien deutlich erweitert und eine höchst ansprechende Auswahl zeitloser Spirituals und aktueller Lieder von Engeln und verliebten Unholden einstudiert. Bestens vorbereitet von ihrem neuen Chorleiter Christian Jungblut und einem Chorwochenende im Elsass begeisterten die 50 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 15 und 65 Jahren vom ersten Augenblick an mit ihrer homogenen Stimmkraft und Ausstrahlung.

Solisten im Mittelpunkt
Durch das Programm führten Gudrun Hagemeister und Josephine Kraft-Blaich. Sie machten das Publikum auf zwei Neuerungen aufmerksam. Die „joyful voices“ setzten bei ihrem nunmehr dritten Konzert vermehrt auf den Einsatz von Rhythmusinstrumenten und Solisten aus den eigenen Reihen. Am Schlagzeug überzeugte Volker Wiegand. Für die Percussion waren Rita Adler, Sabine Beckenbach und Ute Rebennack zuständig. Als Solisten bewiesen Sabine Beckenbach, Michael Becker, Lisa Breuer, Svenja Huber, Nikolai Kaltschmidt, Josephine Kraft-Blaich, Michael Mohrlock, Gabi Müller, Ute Rebennack und Klaus Tiedemann ihre Qualitäten. Zum Dahinschmelzen war der Robbie Williams-Song „Angels“, die Seele berührend zeigte sich „Amazing Grace“ und voller Gefühl waren die Gospels „Go, tell it on the mountain“ und „Nobody nows“. Pluspunkte bei den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern sammelte der Chor mit sanften Ohrwürmern wie „What a wonderful world“ oder „Halleluja“ aus dem Kinofilm „Shrek“ und „Lena’s song“ aus „Wie im Himmel“. Ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die „joyful voices“ nicht gehen.
Beschwingte Stimmen feierten Premiere
Gelungene Premiere des Germania-Projektchores „JoyfuI Voices" in der Josephskirche
 
Eppelheim.(sg) Eine tolle Premiere feierte der Germania-Projektchor „JoyfuI Voices" in der Josephskirche. Allein an dem Besucherandrang merkte man, dass man in Eppelheim auf einen solchen Chor schon lange gewartet hatte.  Der Projektchor gründete sich vor noch nicht mal einem Jahr unter dem musikalischen Dach der Germania. Mit dem Ziel, beim Musicalkonzert des Sängerbundes am 14. Oktober den Part, der englischen Literatur zu übernehmen. Im Lauf des Jahres hat der Chor einen unglaublich guten Zuspruch erfahren: insgesamt 50 Sängerinnen und Sängern ließen so die Matinee in der Josephskirche zu einem musikalischen Hörgenuss werden. Mit diesem Chor, so erläuterte Vereinsvorsizender Klaus Preuß, wolle man Menschen jeden Alters ansprechen, die viel Spaß am Singen haben aber weniger auf die traditionellen Lieder eines Gesangsvereins stehen. Obendrein war für die Teilnahme am Projektchor keine Vereinsmitgliedschaft notwendig. Alles in allem zeigte sich das Projekt als eine prima Idee, bei der es in erster Linie um die Lust am Singen ging und erst in zweiter Linie um den Gewinn neuer Sänger für denVerein.

Als musikalischer Chef des Sängerbundes Germania hat Reiner Wagner im zurückliegenden Jahr ganze Arbeit geleistet und alle Sängerinnen und Sänger stimmlich dort abgeholt, wo sie standen. Geformt hat er dann daraus eisen Chor voller beschwingter Stimmen, die „JoyfuI Voices", die von Anfang an den Ohren des Publikums gefielen.

Bei der Musikauswahl für die Matinee, die von den beiden Sängern der Vocalini-Jugend Nikolai Kaltschmidt und Thomas Kehr sehr gekonnt moderiert winde, hatten die Verantwortlichen ein gutes Händchen bewiesen und einen Programmmix aus Pop-, Musical und Gospelmusik ausgesucht, der einfach das Publikum mitreißen musste und dem neuen Chor das Premierenfieber nahm. Die „Beschwingten Stimmen" schenkten ihrem Publikum Songs wie „Killing me softly" oder Rod Stewarts „Sailing", den Beatles-Ohrwurm „Yesterday" und zwei wunderschöne Abba-Melodien: „Fernando" und „Mamma Mia\
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