RNZ – Region Heidelberg vom 01.06.2016

Premiere für gemeinsame Stimmgewalt 

Konzert des Sängerbundes Germania Eppelheim in der Arche – Konzert wird noch einmal aufgeführt

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NECKARGEMÜND. (nah) „Summer in the City“ hatten die Chöre des Sängerbundes Germania Eppelheim als Motto für ihr Konzert gewählt. Den Sommer wollten sie mit ihrem Gastspiel im Rahmen der Konzertreihe „Klangraum Arche“ musikalisch in das ökumenische Kirchengebäude tragen. Am Ende des Konzerts überraschten beide Chöre, der Männerchor und die „Joyful Voices“ vereint, mit einer Premiere und präsentierten nicht allein wegen der größeren Kraft der Stimmen ihren stärksten Auftritt des Abends.

Ganz in der Tradition des Repertoires der Männerchöre sieht sich der Männerchor unter der Leitung von Gerhard Knapp, der sehr homogen und versiert, eben wie ein gut eingespieltes Team agierte. Dass die Herren aber durchaus mit dem jüngeren Chor „Joyful Voices“ mithalten können, stellten sie am Ende unter Beweis. Bei „Die Antwortweiß ganz allein der Wind“ und dem „Beatles Medley“ zeigten sie sich selbst beim Singen in englischer Sprache sicher und bereicherten das Klangbild.

Mit Friedrich Silchers „Sanctus“ eröffnete der Männerchor den Abend und ließ gleich mit feinen dynamischen Nuancen im A-cappella-Gesang aufhorchen. Schöne Crescendi und akzentuierte Interpretation prägten den Vortrag. Der erzählende Stil, den manches Lied prägte, liegt dem Chor, wie zu hören war bei der altrussischen Klosterlegende „12 Räuber“ mit Solist Heinz Meisel, „Dona Maria“ von Herivelto Martins und „Handwerkers Abendgebet“ von Franz Morgenroth mit Solist Kurt Denk. Bei „O Gott, hör uns“ aus der orthodoxen Liturgie nach Bortniansky hätte der Männerchor noch ein bisschen an Intensität zulegen dürfen. Abwechselnd begleiteten auch Gerhard Knapp und Felicity Hotasina Sianipar die Chöre am Flügel.

Viel Klangpotenzial besonders in den hohen Stimmen haben die „Joyful Voices“ unter der Leitung von Kim Boyne. Aus ihrer Feder stammte auch das Werk „Earth“, das zu den stärksten Interpretationen des 2005 gegründeten Chors gehörte. Seelenvoll und durchdringend zeigten die Sängerinnen ihre Stärken auf. Ganz besonders liegen dem Chor gefühlvolle, ruhigere Stücke, so zu hören beim Native American Traditional „Evening Rise“, das ganz stark rüberkam. Als eigenständiger moderner Chor hat er sich inzwischen seinen Platz nebendem Traditionschor ersungen und in Kim Boyne, Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim, seine Chorleiterin gefunden. Sie arbeitet mit dem Chor an einem geschliffenen Ausdruck. Allerdings hatte der Chor mit der nicht ganz so idealen Akustik in der Arche zu kämpfen. Da trafen nicht alle Töne so zusammen, wie es dem Vortrag zu wünschen gewesen wäre. „Das Beste“ von Silbermond gehörte zum Repertoire, Robbie Williams’ „Angels“ und Leonard Cohens „Halleluja“. Ein bisschen mehr Bewegung,wie sie vereinzelt Chorsängerinnen zeigten oder ein immer einheitliches Fingerschnippen bei „Das Beste“, hätte den „Joyful Voices“ beiden temperamentvolleren Stücken gut getan, wenngleich es am Vortrag von „Summer in the City“ und „Aquarius/ Let the Sunshine in“ stimmlich nichts zu mäkeln gab.

Eben weil die Premiere, der gemeinsame Auftritt mit demMännerchor, so gut gelang, darf man auf weitere Kooperationen der beiden Chöre in Zukunft gespannt sein.

Das hörenswerte Konzert, das dem Publikum in der Arche sehr zusagte, wird noch einmal aufgeführt. Nämlich am Samstag, 25. Juni, um19 Uhr in der evangelischen Pauluskirche in Eppelheim.

Foto: Gemeinsam legten der Männerchor und „Joyful Voices“ den Auftritt des Abends hin. Foto: Alex

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